Tagungen


"Die wesentlichen Merkmale einer guten Tagung sind ohne Zweifel eine angenehme Atmosphäre, die Qualität der Vorträge und die Anregungen, die man durch Diskussion mit den Referenten und anderen Tagungsteilnehmern mit nach Hause nimmt. (...) Das Stift Urach, Einkehrhaus der evangelischen Kirche in Württemberg, bietet Gruppenräume, die zum Verweilen bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein und zum informellen Gespräch außerhalb der Plenumsveranstaltungen einladen. Dieses Angebot wurde von den Tagungsteilnehmern ausgiebig genutzt."

Dieser Teilnehmerbericht ist repräsentativ für die alljährlich stattfindenden Tagungen, zu denen die Karl-Heim-Gesellschaft eine breite Öffentlichkeit einlädt. Ziel der Tagungen ist es, aktuelle Themen oder Grundsatzfragen der Beziehung von christlichem Glauben und wissenschaftlichem Denken zu beleuchten. Dies geschieht im gemeinsamen Gespräch mit kompetenten Referenten und mit viel Gelegenheit, alte Kontakte zu pflegen oder neue zu knüpfen.

Die Jahrestagungen finden an einem Wochenende im Spätherbst in wechselnden Tagungshäusern statt. Sie beginnen freitags mit dem Abendessen und enden am Sonntag Mittag. Studenten und Schüler sind mit einer reduzierten Teilnahmegebühr besonders willkommen. Bei Bedarf werden mit Kooperationspartnern auch Sondertagungen durchgeführt.

Jahrestagung 2011:


,,Zwischen Mensch und Maschine? Neuro- und Biotechnologien auf der Suche nach dem ,optimierten' Menschen''
Von der Verbesserung des Menschen zu reden, hat eine lange kulturgeschichtliche Tradition, Menschen wollten und sollten schon immer in moralischer oder körperlicher Hinsicht verbessert werden. Doch die Diskussion um die Selbstoptimierung durch chemisches oder neuro-technisches Enhancement macht deutlich, vor welchen Herausforderungen wir heute stehen.
Der Gegensatz von Natur und Technik ist bis heute Grundlage vieler Überlegungen zur Stellung des Menschen in der Welt. Die Tendenz zur Technisierung des menschlichen Körpers hat im medizinischen Bereich aber schon lange begonnen: Angefangen vom künstlichen Hüftgelenkt, über künstliche Nieren und Herzen, Siliziumschips im Auge bis hin zu Hirnschrittmachern, die Parkinson-Patienten das Leben erleichtern.
Doch wie weit kann die Interaktion zwischen Mensch und Maschine gehen? Wenn Technik Teil unseres Selbst wird, wie ändert sich dann unsere Vorstellung von dem, was wir sind und sein wollen?
Ist die Zeit reif, wie manche meinen, der unzulänglichen Schöpfung auf die Sprünge zu helfen und die Evolution ab jetzt selbst in die Hand zu nehmen? Und der Mensch sprach: Lasset uns Menschen machen..
Wo liegen die technischen, philosophischen und ethischen Grenzen?

Über diese und andere Fragen möchten wir mit kompetenten Referenten ins Gespräch kommen.

Jahrestagung der Karl-Heim-Gesellschaft vom 14.-16. Oktober 2011 in Marburg/Wehrda.

Freuen Sie sich auf:

- Prof. Dr. Andreas Beyer (Fachhochschule Gelsenkirchen/Recklinghausen) Neuro-Enhancement, Bio-Engineering - wie können, wollen und dürfen wir den Menschen ,verbessern'?

- Prof. Dr. Rolf Eckmiller (Universität Bonn) Wie können implantierte Sensoren und Stimulatoren mit Hirnfunktionen sinnvoll interagieren?

- Prof. Dr. Johannes von Lüpke (Kirchliche Hochschule Wuppertal) Der kultivierte Mensch. Überlegungen zur Geschöpflichkeit des Menschen zwischen Natur und Kultur

- Prof. Cornelius Pöpel (Hochschule Ansbach) Musik - Interface - Mensch. Erfahrungsbericht eines Suchenden

- Prof. Dr. Jan C. Schmidt (Universität Darmstadt) Der entthronte Mensch? Physikalisch-wissenschaftsphilosophische Reflexionen über die Grenzen des Wissens und Könnens

Den Flyer können Sie hier durch Anklicken als pdf-Datei anschauen oder mit der rechten Maustaste über "Ziel speichern unter" herunterladen. Die Anmeldung kann auch per Email an die Geschäftsstelle erfolgen.

Tagungsinfo

Downloads

Hier finden Sie Kurzfassungen der Vorträge einiger früherer Tagungen zum Downloaden. Die vollständigen Texte aller Tagungen sind in der Regel im jeweiligen Jahrbuch veröffentlicht.

1997: Was bedeuten vernünftige Argumente für den Glauben an Gott? 1998: Organisiert die Welt sich selbst? 1999: Weltschöpfung und Weltende
2000: Übel, Sünde, Schuld - wie ist das mit dem Bösen? 2001: Auf der Suche nach der "anderen" Naturwissenschaft 2002: Schöpfung aus Menschenhand?
2003: Abendland quo vadis? 2004: Ist die Welt für den Menschen gemacht? 2005: Wieviel Religion braucht der Staat? Kirche, Staat und Gesellschaft zwischen Säkularisierung und neuem religiösem Pluralismus
2006: Einstein und die Religion - Was im Einstein-Jahr gefehlt hat 2007: Ist der Wille frei? Herausforderungen durch die neuere Hirnforschung 2008: Glaube contra Wissenschaft? Zum Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft 50 Jahre nach Karl Heim
2009: 150 Jahre Evolutionsthorie - Gibt es da noch irgendwelche Fragen? 2010: Kreativer Kosmos oder intelligentes Design?

Studientage

Studientage können auf Anfrage in Studieneinrichtungen wie theologischen Seminaren oder in Kooperation mit anderen Institutionen abgehalten werden. Sie beschäftigen sich intensiv mit einer von der einladenden Einrichtung vorgegebenen Thematik.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle (Öffentlichkeitsarbeit) für nähere Informationen.

Seminarvortrag