Karl-Heim-Preis


Die Karl-Heim-Gesellschaft schreibt den Karl-Heim-Preis aus für Arbeiten, die sich profiliert historisch oder systematisch mit einem grundlegenden Thema aus einem der folgenden drei Themenkreise auseinandersetzen:

  • Beziehungen zwischen dem christlichen Glauben und den Erkenntnissen der Natur- oder Humanwissenschaften;
  • Wissenschaftstheoretische Fragen hinsichtlich der Beziehung zwischen Theologie und Natur- oder Humanwissenschaften;
  • Spezifische Probleme des allgemeinen Spannungsfeldes zwischen dem christlichen Glauben einerseits und dem säkularen Denken bzw. der säkular geprägten Lebenswirklichkeit andererseits.
Karl Heim

Eine wesentliche Problemstellung aus einem dieser Themenbereiche muß den Hauptgegenstand der Arbeit bilden. Erwünscht sind historische oder systematische Arbeiten, die vorliegende Verhältnisbestimmungen eingehend untersuchen und von den Grundlagen der jeweils betrachteten Beziehungspole her einer kritischen Prüfung und Beurteilung unterziehen.

Eingereicht werden können Dissertationen und Habilitationsschriften, die den oben genannten thematischen Anforderungen entsprechen und hervorragend beurteilt wurden.

Der Preis wird seit dem Jahr 2000 ausgeschrieben, ab dem Jahr 2003 jedes zweite Jahr. Pro Ausschreibungstermin wird jeweils höchstens ein Preis verliehen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von &euro 1.000,- verbunden. Die öffentliche Preisverleihung findet bei der Jahrestagung der Karl-Heim-Gesellschaft im Herbst des folgenden Jahres statt in Verbindung mit einer Vorstellung der Arbeit durch den Preisträger.

Der Jury gehören an:

      Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Audretsch, Konstanz
      Prof. Dr. theol. Jürgen Hübner, Heidelberg
      Prof. Dr. theol. Martin Rothgangel, Wien
      Prof. Dr. phil. Dr. theol. Wolfgang Schoberth, Erlangen
      Prof. Dr. theol. Hans Schwarz, Regensburg

 

Bisherige Preisträger:

2000: Dr. Guy Marcel Clicqué (Diss. theol. Erlangen)
Differenz und Parallelität. Zum Verständnis des Zusammenhangs von Theologie und Naturwissenschaft am Beispiel der Überlegungen Günter Howes. Frankfurt 2001, ISBN 3-631-37923-4 
2003:* Dr. Heike Baranzke (Diss. theol. Bonn)
Würde der Kreatur? Die Idee der Würde im Horizont der Bioethik. Würzburg 2002, ISBN 3-8260-2333-1 
Dr. Ralph Charbonnier (Diss. theol. Heidelberg)
Technik und Theologie. Systematische Theologie im Kontext des interdisziplinären Technikdiskurses unter besonderer Berücksichtigung der Theologie F.D.E. Schleiermachers. Marburg 2003, ISBN 3-7708-1235-2
2005/2006: Dr. Ulrich Beuttler (Diss. theol. Erlangen)
Gottesgewissheit in der relativen Welt - Karl Heims naturphilosophische und erkenntnistheoretische und Reflexion des Glaubens. Stuttgart 2006, ISBN-10: 3-17-019549-2, ISBN-13: 978-3-17-019549-3
2007/2008: Dr. Marco Hofheinz (Diss. theol. Bern)
Gezeugt, nicht gemacht. Zur theologischen Wahrnehmung der In-vitro-Fertilisation im Rahmen einer Ethik der Geschöpflichkeit. 2008, ISBN-10: 3825805964, ISBN-13: 978-3825805968
2009/2010: Dr. Rebekka A. Klein (Diss. theol. Heidelberg)
Sozialität als Conditio Humana. Eine interdisziplinäre Untersuchung zur Sozialanthropologie in der experimentellen Ökonomik, Sozialphilosophie und Theologie. 2010, ISBN-10: 3767571374, ISBN-13: 978-3767571372
2011/2012: Dr. Andreas Losch (Diss. theol. Bochum)
Jenseits der Konflikte - eine konstruktiv-kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaften. 2011,
ISBN-10: 3525563663, ISBN-13: 978-3525563663
* (je zur Hälfte)
Preisverleihung 2003 mit Prof. Dr. H. Schwarz, Dr. H. Baranzke, Dr. Ralph Charbonnier,
Dr. Jürgen Schneider, H. Hafner
Preisverleihung 2003 mit Prof. Dr. H. Schwarz,
Dr. H. Baranzke, Dr. R. Charbonnier,
Dr. J. Schneider, H. Hafner (v.l.n.r.)